
Erlebnisbericht von Hans-Werner Niesen
Zum 60-jährigen Bestehen der Hachenberg-Kaserne und zu 70 Jahren Luftwaffe fand am Sonntag, den 28.Juni 2026 ein Tag der offenen Tür in der Hachenberg-Kaserne statt.
Eine Delegation von freiwilligen Ehemaligen der 20./TSLw2 ließ es sich nicht nehmen trotz tropischer Temperaturen und entsprechender Luftfeuchtigkeit an diesem Ereignis teilzunehmen. Neben einem Kreis von fünf Unersättlichen, die schon am Samstag ins Siegerland einrückten, erschienen am Sonntag weitere Ehemalige auf dem Kasernengelände.
Treffpunkt am Samstag war der Flughafen Siegerland, südlich von Siegen gelegen. Neben fachlichen Gesprächen, Luftraumbeobachtung und interessanten Einblicken und Informationen über und in das Flugplatzleben durch den Restaurantbetreiber, vergingen die Stunden wie im Fluge. Als Überraschungsgast stieß unser Kamerad Wolfgang Frank, der in der näheren Umgebung heimisch ist, zu uns. Nach einem kleinen schmackhaften Imbiss begab sich die Delegation im Fahrzeugkonvoi nach Siegen zum Hotel.
Da der Hotelbetreiber ahnte, dass er es mit einer Gruppe von felderfahrenen Kämpfern zu tun hatte, hatte er im Hotel vorsorglich auf den Einbau einer Klimaanlage verzichtet, so dass die Körperflüssigkeit saunamäßig schneller austrat, als dass sie nachgefüllt werden konnte. In der Hoffnung auf Wind in den Siegerländer Höhen begaben wir uns zur Haltestelle des „Hübbelbumml“, einem Panoramabus der Verkehrsbetriebe-Westfalen-Süd. Aber wie es fast die Regel mit den „Öffis“ ist, unterfiel auch der Hübbelbumml dem allgemeinen Trend der
Öffis: Pünktlichkeit ist eine Zier.
Nach einer Wartezeit erklomm dann die Gruppe den Aufstieg in die Siegener Altstadt und weiter zum Oberen Schloss. Ein ansehnlicher Schlosspark mit vielen schattenwerfenden Bäumen ließ die Mühen des Aufstiegs vergessen. Der anschließende Rückmarsch mit einer Verpflegungspause in einem italienischen Restaurant führte uns zum Hotel zurück. In einer Schneise des Siegerländer Höhenwinds wurde dann der Abend mit einem Absacker und einer kühlen Brise an einer Sitzgelegenheit vor dem Hotel beendet.
Nach dem Frühstück begab sich die Gruppe dann im Mot-Marsch nach Erndtebrück. Da wir zur ersten Einlassgruppe gehörten, konnten wir die Kaserne schon kurz vor 11 Uhr nach einer ausgiebigen Ausweis- sowie Taschen- und Körperkontrolle betreten.
Nach dem Kauf von Wertmarken für Getränke und Esswaren wollten wir erstmal unsere alten Unterkunftsblocks 14 und 42 besuchen. Im Gegensatz zum vorherigen Tag der offenen Tür vor 10 Jahren, an dem der gesamte Kasernenbereich besichtigt werden konnte, war diesmal der Spaß in Höhe des Stabsgebäudes beendet. Straßenteilsperren wurden durch Soldaten mit G 36 und scharfer Munition bewacht ☹. Trotz Flehen und Betteln ließen sich die Kameraden nicht erweichen, uns auch in Begleitung einen Zugang zu ermöglichen. Schade.
Die Show fand somit nur im unteren Teil der Kaserne von der Truppenküche über die Hallen und dem E-Platz bis zur KK-Schießanlage statt. Was uns positiv auffiel, war, dass die Unterkunftsgebäude zumindest von außen grundlegend renoviert worden sind. Neben der Sporthalle ist nunmehr ein Sanitätszentrum gebaut worden. Die frühere Truppenküche ist vollständig abgerissen und neu und modern erbaut worden. Im Kellergeschoss wird nunmehr das Museum, welches im oberen Stockwerk des Block 14 untergebracht war, eingerichtet. Dieses soll im Herbst des Jahres fertiggestellt und eröffnet werden. Was man so sehen und einsehen konnte, macht die Kaserne wieder einen aufgeräumten und modernen Eindruck.
Beindruckend war auch der ausgestellte moderne Fahrzeugpark der Bundeswehr. Allein die riesigen Transporter für Panzer und Schwergerät machten in Höhe und Länge einen mächtigen Eindruck. Im Laufe der
Veranstaltung konnten wird dann auch Helmut Becker und Ehefrau begrüßen. Auch Georg Loos hatte es von Wuppertal zu den Wittis verschlagen.
Bei den Temperaturen und strahlendem Sonnenschein hatte die Verantwortlichen auch an viele schattige Sitzgelegenheiten gedacht. Hierfür ein Kompliment. Bemerkenswert fanden wir auch, dass auf dem Weg von den Parkplätzen zur Kaserne Verpflegungsstationen mit Trinkbechern, gefüllt mit kühlem Wasser, angeboten wurden. Noch ein Kompliment an die Organisatoren.

Neben den Fahrzeugen und Materialien der Bundeswehr waren auch die zivilen Hilfsdienste, wie Feuerwehr und Rettungsdienste sowie die Bundes- und die Landespolizei mit Fahrzeugen und Zelten vertreten.
Sämtliche Ausstellungsbereiche im Einzelnen aufzuführen, würde hier den Rahmen sprengen. Vieles wird in der Bildergalerie des Forums auf den eingestellten Fotos zu sehen sein.
Im Namen der teilnehmenden Mitglieder des Orga-Teams, Heinz-Wilhelm Jankord, Eckhard Rimkus, Wolfgang Stock und „Ehrengast“ Dieter Esslinger
Hans-Werner Niesen
PS: Allen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, wünschen wir gute Besserung und ein mögliches Wiedersehen in Eltville